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Verdi tarifvertrag film

Knapp zehn Jahre später wurde am 19. Januar 2012 der neue Nationale Tarifvertrag für die Filmproduktion (auf Französisch) unterzeichnet. Es wurde von allen Gewerkschaften des Sektors mit Ausnahme der Französischen Demokratischen Arbeiterkammer (CFDT) unterzeichnet. Im Namen der Arbeitgeber wurde es nur von der Association of Independent Producers (API) unterzeichnet, die die vier großen Filmproduktionsfirmen in Frankreich vertritt – Gaumont, MK2, Pathé und UGC. Am 6. September 2013 gab das Gericht dem Antrag auf Aussetzung der Verlängerung aus zwei Gründen statt. In ihrem Urteil (auf Französisch) äußerten die Richter Zweifel an der Repräsentativität der API. Die Organisation vertritt nur vier Unternehmen, die nur 5 % der Beschäftigten des Sektors beschäftigen und kollektiv nur 1 % der Gesamtzahl der französischen Filme ausmachen. Zweitens waren die Richter der Ansicht, dass das Abkommen negative wirtschaftliche Auswirkungen haben würde. Sie sagten auch, dass jeder Mechanismus, der speziell dazu beitragen soll, die Auswirkungen der Vereinbarung auf den Niedrigbudgetfilmsektor, wie sie in der Vereinbarung vorgesehen ist, nicht am 1.

Oktober 2013 in Kraft treten würde. Die Forderung nach standardisierten Zuschlägen, zum Beispiel für Nachtarbeit, Sonn- und Feiertage sowie Überstunden, wurde von den Unternehmen komplett abgelehnt. Die Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband erklärten, dass sie nach Abschluss der Tarifverhandlungen im Rahmen eines neuen Vergütungs- und Tarifvertrags entsprechende Verhandlungen über Zeitzuschläge, Zulagen und die Umwandlung von Löhnen in zusätzliche Freizeit aufnehmen wollten. EPSU-Generalsekretär Jan Willem Goudriaan erklärte: “Die Arbeitnehmer haben hartnäckig Respekt für ihre Arbeit und ihre Gewerkschaftskollegen gefordert. Europäische Gewerkschafter in ganz Orpea haben ihre Kollegen bei der Sicherung eines Tarifvertrags und der Anerkennung der Gewerkschaft unterstützt. Ich scheine für alle, vor allem für die Gewerkschafter und Arbeiter in Bad Langensalza,” Der Tarifvertrag harmonisiert eine Reihe von Praktiken, enthält Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und legt Mindestlöhne für die verschiedenen Berufe in der Branche fest, einschließlich Techniker und Direktoren. Es wurde vereinbart, dass die Parteien für kleine Filme mit einem Budget von weniger als 1 Mio. EUR sechs Monate Zeit haben, um eine Lösung auszuhandeln. In der Änderung werden die Kriterien festgelegt, nach denen Filme mit einem Budget von weniger als 3,6 Mio.

EUR von einigen Bestimmungen des Abkommens ausgenommen sind, was letztlich von der Zustimmung einer Kommission der Sozialpartner abhängig ist. Doch ein genauerer Blick auf den nun abgelehnten Vertrag zeigt, dass diese Forderung, wenn sie nach Verdi geht, in drei Jahren nicht umgesetzt werden würde. Stattdessen wollen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband in den nächsten drei Jahren organisatorische Veränderungen zum Nachteil der Arbeitnehmer in weitere Tarifverträge einbringen.